Resilienz

Resilienz bedeutet, schwierige Lebenssituationen, Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen. Hier helfen dir eine gute Selbstwahrnehmung, Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung und Vertrauen in deine Kraft und in dein Leben. Resilienz bedeutet, dir deiner Kraftquellen, z.B. in den Tugenden, gewahr zu sein und für dein Leben zu nutzen.

Du zeigst Resilienz, wenn du...

  • spürst, was dir jetzt gut tun würde.
  • erkennst, was du in deinem Leben ändern kannst und was nicht.
  • versuchst, aus allem das Beste zu machen.
  • darauf vertraust, dass du alle Kompetenzen in dir trägst, die dir jetzt dienlich sind.
  • hoffnungsvoll in die Zukunft blickst.

Ich habe Vertrauen in mein Leben. Ich vertraue auf meine Kraft. Ich weiß, was mir gut tut. Ich kümmere mich um mich. Ich akzeptiere das, was gerade ist.

Tugendethik

Tugendethik

WDR 5 Das philosophische Radio (Beitrag vom 13.11.2023)

Die Wissenschaft hat eine klare Forderung: Wir müssen unser Verhalten grundlegend ändern, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Die Umsetzung dieser Forderung scheint allerdings schwierig bis unmöglich. Die Tugendethik könnte helfen, sagen die Philosophin Corine Pelluchon. Studiogast: Corine Pelluchon; Moderation: Jürgen Wiebicke

Friedlichkeit

  • Gelingt es dir, friedlich zu bleiben, auch wenn du dich ärgerst?

Friedlichkeit bedeutet, innerlich ruhig zu sein. Nimm Dir täglich Zeit zum Nachdenken und zur Dankbarkeit. Löse Konflikte so, dass beide Seiten gewinnen und zufrieden sind. Sei ein/e Friedensstifter/in. Frieden bedeutet, die Liebe der Macht aufzugeben für die Macht der Liebe. Frieden in der Welt beginnt mit Frieden in Deinem Herzen.

Du zeigst Friedlichkeit, wenn Du…

  • inneren Frieden in Dir schaffst durch Nachdenken oder Beten.
  • eine friedliche Sprache sprichst, auch wenn Du verärgert bist.
  • freundlich und respektvoll sprichst.
  • es vermeidest, irgend jemandem zu schaden.
  • Verschiedenheiten und Unterschiede zu schätzen weißt.
  • friedliche Lösungen für jedes Problem findest.

Vergebung

  • Ich sehe über Fehler hinweg – meine eigenen und die anderer.

Zu vergeben bedeutet, jemandem noch eine Chance zu geben, wenn er/sie etwas falsch gemacht hat. Jeder macht Fehler. Anstatt Dich zu rächen, versuche es wieder gut zu machen. Vergib auch Dir selbst. Anstatt Dich nach einem Fehler hoffnungslos zu fühlen, entscheide Dich für eine Veränderung Deines Verhaltens oder Deiner Handlungen. Vertraue darauf, dass Du Dich verändern kannst.

Du zeigst Vergebung, wenn Du…

  • bedenkst, dass jede/r Fehler macht.
  • Deine Gefühle mitteilst, ohne Rache zu nehmen.
  • anderen Menschen, die sich nicht kümmern, nicht mehr die Chance gibst, Dich zu verletzen.
  • Menschen annimmst, ohne über sie zu urteilen oder sie zu kritisieren.
  • Verantwortung für Deine eigenen Fehler übernimmst.
  • Dinge wieder gut machst, anstatt Dich selbst mit Schuldgefühlen zu strafen.

Toleranz

  • Welche Menschen in deinem Umfeld kennst du, die anders sind und denken als du?

Tolerant zu sein bedeutet, Unterschiede zu akzeptieren. Du erwartest nicht, dass andere genau wie Du denken, aussehen, sprechen oder handeln. Du bist frei von Vorurteilen und weißt, dass alle Menschen Gefühle, Bedürfnisse, Hoffnungen und Träume haben. Toleranz bedeutet auch, dass Du mit Geduld und Flexibilität Dinge akzeptierst, die Du gerne anders hättest.

Du zeigst Toleranz, wenn Du…

  • Dich zusammenschließt mit Menschen, die anders sind als Du.
  • frei bist von Vorurteilen.
  • durch Freundlichkeit anderen das Gefühl gibst, dazu zu gehören.
  • Dich nicht über Dinge beschwerst, die Du nicht ändern kannst.
  • Dich selbst änderst, anstatt andere ändern zu wollen.
  • andere Menschen so akzeptierst wie sie sind, mit allen ihren Fehlern und Macken.