Sandra Rouhi

Diplom-Pädagogin mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik, seit 1994 im außerschulischen Bildungsbereich mit den Methoden der Spiel- und Theaterpädagogik tätig, Leiterin Trierer Kinder- und Familienbüro, als Koordinatorin des Trierer Netzwerks Kinderrechte seit 2007 auch in der Menschenrechtsbildung für Kinder und Jugendliche tätig.

Als Kind deutsch-iranischer Eltern wurde mir und meinen Geschwistern ein positiver Blick auf die Menschen in die Wiege gelegt: “Hat ein Mensch neun gute Eigenschaften und eine schlechte, so schaue auf die neun guten. Hat er aber neun schlechte und eine gute, so schaue auf die eine gute” war ein Leitsatz, den unsere Eltern uns lehrten.

Seit 1998 arbeite ich in der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung und habe in all den Jahren stets aufs Neue erfahren dürfen, wie stark der Wille zu positiver Veränderung in Kindern und Jugendlichen wächst, wenn man es schafft, sie so anzuschauen, wie sie sein können, nicht unbedingt wie sie sich derzeit noch zeigen.

Seit 2006 leite ich Kinderklassen für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren, in denen Tugenden anhand von Zitaten, Geschichten, Spielen und Liedern kennen gelernt und vertieft werden. Die Kinderklassen haben mich gelehrt, dass Kinder ein ganz natürliches, intuitives Verständnis von Tugenden haben und diese tief und weise reflektieren können. Auch staune ich immer wieder selbst, wie sehr sich mein eigenes Verständnis für eine jede einzelne Tugend immer wieder verändert und erweitert.

So konnte ich in meiner Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, bei der Mitarbeiterführung am Arbeitsplatz und nicht zuletzt in meinem Freundeskreis, meiner Familie, im Umgang mit meinen eigenen Kindern erleben, dass nur der Blick auf das Gute Lösungen schafft, Entwicklungen fördert und verborgene Eigenschaften ans Licht bringen kann.

Als ich 2010 das TugendProjekt kennen lernte, hat mich der Ansatz sofort berührt und überzeugt. Mit den 5 Herangehensweisen des TugendProjekts habe ich ein weiteres wunderbares Handwerkszeug bekommen, um konkret daran arbeiten zu können, meiner Vision von geistiger Erziehung und tiefen menschlichen Beziehungen näher zu kommen.

pdf-iconElternkompetenztraining [PDF, 2 MB]