Christa Knipping

Miteinander reden ist alles. Sich zu verständigen ist die wichtigste Grundlage menschlichen Lernens und Zusammenlebens. Was so einfach klingt, gehört manchmal zu den schwierigsten Dingen überhaupt.

46 Jahre im Schuldienst als Lehrerin, Konrektorin und Leiterin einer Grundschule, eine langjährige Partnerschaft mit der Bright Future School in Naikap, Nepal, sowie meine Funktion als Ausbilderin junger Lehrer und als Vorsitzende des pädagogischen Prüfungsausschusses der Universität Münster haben mich das immer wieder neu verstehen lassen.

Reisen in alle Welt, ein intensives Feng Shui Studium und meine Ausbildung zur Qi-Gong Lehrerin schulten meinen Blick für das große Ganze – und für das Gleichgewicht in den Details.

2010 zog ich nach Berlin, wo meine Kinder und Enkelkinder leben. Ich machte als Sislerin (Senor in School) eine Mediationsausbildung.

Bei meiner Einführung in das TugendProjekt in Berlin war mir schon bald klar, dass ich seine Inhalte mit meinen eigenen Erfahrungen verbinden und unbedingt weiter geben wollte. Ich war und bin überzeugt davon, dass Erziehen, Unterrichten und Führen auf der Basis des TugendProjektes ein Schlüssel ist für eine positive, ermutigende, wertschätzende Haltung im Umgang miteinander.

Heute arbeite ich als Lernbegleiter, als Streitschlichter und auch mit ganzen Klassen auf der Grundlage des TugendProjektes. Ich habe den Tugendkreis Berlin-Brandenburg gegründet, halte in verschiedenen Gremien Vorträge und leite einen Gesprächskreis für Mediatoren (SIS, Senior in School), die in Schulen als Streitschlichter arbeiten.

Ermutigen statt entmutigen ist dabei mein wichtigster Leitsatz. Und immer wieder bin ich überrascht, wozu auch sehr junge Menschen fähig sind, wenn man an sie glaubt – und ihnen dabei hilft, an sich selbst zu glauben.