Werte oder Tugenden?

Den untersuchenden Dialog zum Thema Tugenden und Werte gibt es bereits seit der Antike. Im Laufe der Geschichte wurden diese Begriffe unterschiedlich verstanden, ausgelegt und gebraucht oder auch synonym verwendet. Es gibt kein einheitliches Verständnis.

Hier eine Unterscheidung im Sinne des Virtues Projects:

Tugenden sind innere Potentiale, die in jedem Menschen von Geburt an vorhanden sind. Sie können auch als Seelen- oder Charakterqualitäten bezeichnet werden. Sie müssen entdeckt, geweckt, gestärkt, regelrecht entwickelt werden. Tugenden sind universell, d.h. sie sind ein verbindendes Element über Religionen, Ethnien und Gruppen hinweg. Sie unterliegen keinem zeitlichen Wandel.

Werte dagegen sind gesellschaftliche Maßstäbe des sozialen Handelns. Sie sind allgemeine Prinzipien und Erwartungen der Gesellschaft oder einer Gruppe (Familie, Verein, Betrieb etc.) an ihre Mitglieder. Nichterfüllung wird häufig sanktioniert, während man für ihre Einhaltung Zugehörigkeit und Anerkennung erfährt.

Werte sind nicht universell; so gelten in verschiedenen Gesellschaften und Gruppen unterschiedliche Werte. Außerdem unterliegen Werte einem Wandel in der Zeit. Sie werden teils tradiert, teils auch neu verhandelt oder verabredet – bewusst oder unbewusst.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tugend